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WISWAS - DARUM GEHT ES

Wege IN die Sucht sind vielfältig

Die Gründe für die Entwicklung von abhängigem Verhalten sind komplex und bei jedem Menschen anders. Der Entwicklungsprozess verläuft schleichend und meist über einen längeren Zeitraum.

Das Krankheitsbild "Sucht" ist ein Massenphänomen. Millionen von Betroffenen in Deutschland sowie Angehörige, Kollegen und Freunde sind mit den Auswirkungen von Sucht konfrontiert. Alkohol- und Nikotinsucht, Medikamentenabhängigkeit, Spielsucht, der problematische Umgang mit dem PC, Internet und Smartphone, der Konsum von illegalen Drogen und mehr zeigen die große Spannweite der Abhängigkeitserkrankungen auf.

Sucht ist eine tabuisierte Erkrankung. Betroffene selbst tun sehr viel dafür, ihre Einschränkungen zu verdecken. Weiß das Umfeld davon, wird nicht darüber gesprochen und wenn, dann hinter vorgehaltener Hand.

Wege AUS der Sucht sind vielfältig

Es gibt sie, die Menschen, die sich von ihrer Abhängigkeit befreien konnten und die Kontrolle über ihr Leben zurück erhalten haben. Menschen die es entweder aus eigener Kraft oder durch Unterstützung von Fachkräften der Suchthilfe geschafft haben.

 

AUFKLÄRUNG

Sucht ist eine Erkrankung und keine Charakterschwäche. Leider herrscht in weiten Bereichen der Gesellschaft immer noch die Auffassung vor, dass eine Suchterkrankung selbst verschuldet sei.

 

Bei einer Suchterkrankung handelt es sich um eine schwerwiegende komplexe Krankheit. Biologische, genetische sowie aber auch psychische und soziale Faktoren spielen bei der Entstehung einer „Sucht“ eine zentrale Bedeutung.

 

WISWAS möchte Betroffene und deren Umfeld ermutigen, sich Hilfe und Unterstützung zu holen.

INFORMATION

Wussten Sie, dass

 

… Sucht eine Erkrankung ist? Am 18.06.1968 wurde die Sucht als chronische Erkrankung durch das Bundessozialgericht anerkannt.

 

… Deutschland hinsichtlich des Alkoholkonsums im internationalen Vergleich ein Hochkonsumland ist?

 

… insgesamt 6,7 Millionen Menschen (18 – 64 Jahren) in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanter Form konsumieren? Hiervon sind etwa 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig.

 

… im Jahr 2019 die Ausgaben für die Bewerbung alkoholischer Getränke auf 609 Millionen beliefen?

 

… 1,5 bis 1,9 Millionen Menschen medikamentenabhängig sind?

 

… 368.000 der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen in den letzten 12 Monaten Cannabis konsumierten?

 

… im Jahr 2020 insgesamt 1.581 Menschen an illegalen Drogen verstorben sind?

 

... in Deutschland jährlich ca. 70.000 Menschen an den Folgen von Alkoholkonsum und rund 120.000 Menschen an den Folgen von Tabakkonsum sterben?

 

… ca. jedes sechste Kind bzw. jede/r Jugendliche in Deutschland mit einem suchtkranken Elternteil lebt? Insgesamt geht man von etwa 3 Millionen Kindern und Jugendliche aus.  

 

…  89 Prozent der Jugendlichen täglich online sind. Die Nutzungsdauer des Internets ist im Vergleich zu 2019 von täglich 205 Minuten auf durchschnittlich 258 Minuten angestiegen.

 

WISWAS möchte informieren.

Quellen:

- Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, Jahrbuch Sucht 2021

- ESA 18

- Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest, JIM-Studie 2020
- BKA Bundeskriminalamt Wiesbaden 2020

Sensibilisierung

Millionen Betroffene sowie Angehörige sind direkt von den Auswirkungen einer Suchterkrankung betroffen. Das Krankheitsbild „Sucht“ ist ein Massenphänomen.

Gesellschaftlich herrscht eine weit verbreitete unkritische positive Einstellung vor allem was legale Suchtmittel betrifft. 

 

WISWAS möchte für ein noch immer schambehaftetes Thema sensibilisieren.

Kommunikation

Reden hilft-
Sprechen Sie immer wieder über ihre Einstellung zum Thema Alkoholkonsum in ihrer Familie, im Verein, am Arbeitsplatz. Änderungen von eingefahrenen Einstellungen und früh erlernten Konsummustern erfolgen wesentlich über sachliche Informationen und Gespräche im täglichen Umfeld.

 

WISWAS will das Unausgesprochene sichtbarer machen und so die Ansprache der Themen von Sucht fördern.

Vernetzung

Sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung von Menschen mit suchtspezifischen Problemen braucht es die Zusammenarbeit vieler Akteure.

Eine gut funktionierende Vernetzung zwischen beteiligten Behörden und Institutionen ist die Grundvoraussetzung um geeignete „Wege aus der Sucht“ aufzuzeigen.

 

WISWAS möchte einen kleinen Beitrag und einen weiteren Impuls für die Netzwerkarbeit in der Prävention und der Suchthilfe leisten.

 
 
 
 
 

Wir danken allen Mitwirkenden, die mit Ihren Beiträgen zur Realisierung der Veranstaltungsreihe beigetragen haben.

Selbstständige ReferentInnen oder Vertreter(innen) von Institutionen bzw. Facheinrichtungen, die Einzelveranstaltungen organisieren

  • Viktoria Alberti, Fachkraft Prävention des Polizeipräsidiums Konstanz

 

  • Amt für Migration und Integration - Janine Gnoerrlich Referat Integration - Landratsamt Konstanz

 

  • Regina Bachmann, Leiterin Projekt Baumhaus, Caritasverband Hochrhein e.V.

 

  • Clemens Beisel - Sozialmanager und Sozialpädagoge Pforzheim

 

  • Walter Berger, Leiter Selbsthilfegruppe

 

  • Jonas Firnkes, Leiter der Fachstelle Sucht Waldshut sowie Alexandra Radau, Sozialarbeiterin

 

  • Dr. Achim Gowin, Leiter Altersmedizin des Gesundheitsverbundes Landkreis Konstanz

 

  • Sandra Grässlin, Kriminalprävention, Polizeipräsidium Freiburg i. Br.

 

  • Michelle Halbheer, Autorin, Schweiz

 

  • Dr. Paula Hezler-Rusch - Konstanz; Präsidentin der Bezirksärztekammer Südbaden und suchtpolitische Sprecherin der Landesärztekammer Baden-Württemberg

 

  • Wolfgang Höcker- Ärztlicher Direktor und Leiter der Suchtmedizin des ZfP Reichenau a.D.

 

  • Lars Kiefer – Leiter der Fachstelle Sucht Singen

 

  • Matthias Kiefer, Suchttherapeut, Kinder- und Jugendpsychotherapeut i.A

 

  • Jana Klaiber – Sozialarbeiterin und Suchtpräventionsfachkraft der Fachstelle Sucht, Singen

 

  • Roswitha Klotz-Birk, Ansprechpartnerin Blaues Kreuz, Begegnungsgruppe Waldshut-Tiengen

 

  • Bernhard Leute, Schauspieler, Berlin

 

  • Claudia Lux – Sozialarbeiterin und Suchtpräventionsfachkraft der Suchtberatung Konstanz

 

  • Frank Meißner, Leiter der Drogenberatungsstelle des AKRM e.V. Lörrach

 

  • Claudia Mühlhoff- Mast, Heilpädagogin und Sozialarbeiterin, Projekt Skipsy der AWO Kreisverband Konstanz

 

  • Maria Müller, Heilpädagogin, Projekt Skipsy der AWO Kreisverband Konstanz

 

  • Daniel Ott, Villa Schöpflin gGmbH Lörrach

 

  • Anette Schlobinski – Duscher, Leiterin der Suchtberatung Konstanz

 

  • Rebekka Steimle, Leiterin der Fachstelle Sucht Lörrach

 

  • Pia Wenzler- Präventionsfachkraft der Fachstelle Sucht Villingen-Schwenningen

 

  • Christine Merath – Koordinierungsstelle BGM, Landratsamt Konstanz – Stabsstelle Wirtschaftsförderung

 

  • Ingo Vogl- Sozialarbeiter, Kabarettist, Salzburg

Als Institutionen wirken mit

  • Arbeitskreis Rauschmittel e. V. Lörrach

 

  • Drogenberatung Konstanz-Singen

 

  • Fachstellen Sucht des BWLV in Lörrach, Singen, Villingen-Schwenningen und Waldshut

 

  • Suchtberatung Konstanz

 

  • Villa Schöpflin, Zentrum für Suchtprävention Lörrach

 

  • Zentrum für Psychiatrie Reichenau - zentrale Therapien und Kultur sowie Suchtmedizinische Tagesklinik Bad Säckingen

In Kooperation zu Themen Kinder suchtbelasteter Eltern wirken mit

  • Projekt Aufwind -Fachstelle Sucht in Singen 
     

  • Projekt Baumhaus – Caritasverband Hochrhein e.V. 
     

  • Projekt KiSEL - Arbeitskreis Rauschmittel e.V. Lörrach
     

  • Projekt Knospe - Suchtberatung Konstanz 
     

  • Projekt Skipsy in Singen – AWO Kreisverband Konstanz

Mit unseren kulturellen Beiträgen werden wir infrastrukturell unterstützt und bedanken uns bei

  • Cineplex Lörrach

 

  • Cinestar Konstanz

 

  • Kino Albrecht Waldshut

 

  • Nellie Nashorn Lörrach

 

  • Stadtscheuer Waldshut

 

  • Stadttheater Konstanz

 

  • Zentrum für Psychiatrie Reichenau

Für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei dem Präventionsprojekt b.free

der Rotary b.free UG im Landkreis Konstanz

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